Sonntag, 13. Dezember 2009

Newsflash 13. Dezember 2009



Rock'n'Roll für Programmierer: Auch Spiegel Online widmet sich jetzt der Gibson Dusk Tiger, die wir hier bereits am 2. Dezember kurz vorgestellt haben. Matthias Kremp beschreibt in seinem ausführlichen und reich bebilderten Artikel die Features der Gitarre, weist aber auch auf den nicht gerade günstigen Preis hin. Die Leserkommentare sind folglich ähnlich ambivalent.

Die Urgroßmutter aller Synthesizer: Jan Mölleken schreibt in seinem Artikel in der taz über das Theremin im Allgemeinen und die Virtuosin Barbara Buchholz im Speziellen. Seit nunmehr zehn Jahren widmet sich die 1959 geborene Künstlerin dem Instrument, das Leon Theremin vor etwa 90 Jahren erfand. Im Artikel enthalten ist außerdem eine mehr oder weniger ernst zu nehmende Top 10 der bekanntesten Songs, die fälschlicherweise auch Stücke von Pink Floyd und Radiohead aufzählt.

Bereits seit mehreren Tagen ist die Website des beliebten Musikportals Harmony Central offline. Wie man mitteilte, sei das Portal angegriffen und erfolgreich gehackt worden, wodurch Zugrif auf sensible Daten der Mitglieder ermöglicht wurde. Derzeit arbeite man einer Lösung des Problems und warnt Mitglieder, keine Passwörter oder ähnlich vetrauliche Daten auf E-Mail-Anfragen herauszugeben.

In München-Fröttmaning ist derzeit "Der Stern des Südens" zu bestaunen. Die Lichtinstallation des Künstlers Michael Pendry besteht aus 9.000 LEDs der Siemens-Tochter Osram, die so hell wie rund 20.000 Weihnachtskerzen leuchten. Bei gutem Wetter ist das Kunstobjekt ca. 30 Kilometer weit zu sehen.

Samstag, 12. Dezember 2009

Discflash 50. Kalenderwoche 2009



Weihnachtsplatte der Woche: Bob Dylan hat in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Alters-Comeback hingelegt und besonders mit seinem letzten Studioalbum "Together Through Life" ein von fast allen Kritikern umjubeltes Werk vorgestellt. Durch Songs wie "Life is Hard" schien er sich mit der Welt versöhnt zu haben. Bei seiner aktuellen Veröffentlichung, dem Weihnachtsalbum "Christmas in the Heart" teilen sich die Meinungen entschieden, wie bereits Christoph Dallach für Spiegel Online schrieb. Und wieso? Weil der kecke alte Herr auf der Platte Klassiker wie "Little Drummer Boy" oder "Winter Wonderland" auf eine viel zu fröhliche Weise intonieren würde. Klar. Bob Dylan schafft es also weiterhin, die Musikwelt nach Herzenslust zu necken, was sein Image als ewiger Provokateur einmal mehr bestätigt. (7/10 Optinals)

Der gleiche Christoph Dallach beschrieb auch "Dark Night of the Soul" von DJ Danger Mouse in einem Artikel als vielleicht bestes Album des Jahres. Dumm nur, dass es dieses nicht zu kaufen gibt. Aus bislang unbekannten Gründe überwarf sich der Künstler mit seiner Plattenfirma und veröffentlichte einen Bildband mit Werken von David Lynch inlusive einem leeren CD-Rohling. Etwa zeitgleich tauchten im Netz MP3s des unveröffentlichten Albums auf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Gäste auf dem Album waren neben David Lynch noch Iggy Pop, Julian Casablancas (The Strokes), Wayne Coyne (The Flaming Lips), Nina Persson (The Cardigans), Suzanne Vega, Frank Black (The Pixies), Jason Lytle (Grandaddy), Gruff Rhys (Super Furry Animals), James Mercer (The Shins) und Vic Chesnutt. (8/10 Optinals)

Denkbar knapp schrammte Gitarrenwundermädel Orianthi Panagaris, wie bereits berichtet, dieses Jahr am ganz großen Durchbruch vorbei. Die Australierin mit griechischen Wurzeln sollte bei den geplanten Comeback-Konzerten von Michael Jackson die Rolle der Solo-Gitarristin übernehmen und so in die Fußstapfen von Jennifer Batten treten. Dass es dazu nicht kam, ist eine der großen Tragödien der Geschichte der Populärmusik. Orianthi machte das Beste daraus und veröffentlichte Ende Oktober ihr Soloalbum "Believe", eine gewitzte Mischung aus schmalzigem Pop, Mainstream-Rock und Gitarrenfeuerwerk. Ihre Stimme klingt dabei weniger verbraucht als die der Kolleginnen Pink oder Katy Perry und die wahnwitzigen Gitarrenläufe sind ein willkommener Zusatzbonus. Fehlt nur noch der Hit. (6/10 Optinals)

Newsflash 12. Dezember 2009



Mit dem Audio-Analyzer RT-2M von NTi Audio kann man nun auch die Richtcharakteristik von Mikrofonen messen. Wie in einer Pressemitteilung bekannt gegeben wurde, ermöglichen der jetzt erhältliche Präzisions-Drehtisch zusammen mit der neu entwickelten Polar-Messfunktion eine automatische Aufnahme der Richtungscharakteristik von Mikrofonen von 20 Hz bis 20 kHz in beliebiger Winkelauflösung.

"Iconography" heißt das erste Soloalbum von Travis Dickerson, das am 20. Dezember erscheinen wird. Mit dabei sind u. a.: Buckethead (Guns N’ Roses, Praxis), Bryan "Brain" Mantia (Primus, Guns N’ Roses, Praxis), Ramy Antoun (Seal, Black Eyed Peas) und DJ Bonebrake (X). Es sei an dieser Stelle noch einmal auf unser kürzlich erfolgtes Interview mit Travis verwiesen.

Legendäre Plattenhüllen: Iris Hellmuth stellt in "Mission Übercover" einige der einflussreichsten Plattencover vor. Mit dabei sind ambitionierte Versuche aus der Spätphase der Beatles, die legendären Hipgnosis-Cover von Pink Floyd sowie einige eher ausgefallene Vertreter wie "Mambo for Cats" oder das erste Cover überhaupt.

Freitag, 11. Dezember 2009

Newsflash 11. Dezember 2009



Studers Umzug nach Potters Bar ist vollzogen: Diese Woche wurden die ersten großen Konsolen der Vista-Reihe endmontiert und getestet. Wie berichtet, hatten Mitarbeiter des Studer-Werkes in Regensdorf bis zuletzt mit prominenter Unterstützung für einen Erhalt der Arbeitsplätze in der Schweiz gekämpft. Das bestehende Werk im Vereinigten Königreich wurde für den Umzug erweitert, laut Firmenangaben seien 20 Mitarbeiter neu eingestellt worden.

Von Leonardo da Vinci entworfenes Instrument vorgestellt: Wie Sean Michaels für den Guardian berichtet, haben Musikenthusiasten ein Instrument nachgebaut, das auf Entwürfen aus dem Jahr 1482 basiert. Das "Viola Organista" oder "Harpsichord-Viola" genannte Instrument kombiniert den gestrichenen Klang einer Viola mit einem Cembalo. Es wurde so konstruiert, dass es im Tragen gespielt werden kann.

Moog Music und Paste Magazine haben "Live at Moog" gestartet, eine Reihe von Konzerten in der Moog Music Factory in Asheville in North Carolina. Episode 1 ist den Alternativrockern von Yo La Tengo gewidmet. Geplant sind außerdem Auftritte von den White Rabbits, dem bereits hier vorgestellten Matisyahu, Erin McKeown, Jojo Hermann, Pretty Lights, moe. sowie Medeski Martin and Wood.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Bill Laswell & Method of Defiance

Gleich zwei Magazine für Musikinstrumente widmen ihre Dezember-Ausgaben zu einem Teil auch Bill Laswell und seinem aktuellen Projekt Method of Defiance. Wie fast zu erwarten war, handelt sich hierbei erneut nicht um deutsche Druckerzeugnisse, sondern das amerikanische Magazin Bass Player und das britische Guitar & Bass Magazine. In Letzterem wird der Schwerpunkt auf den Werdegang des Ausnahmemusikers gelegt, weniger auf das aktuelle Projekt. Besonders betont wird die Arbeit mit anderen Bassisten wie Bootsy Collins sowie die Gitarristen Steve Vai und Laswells größte Entdeckung, Buckethead. In Bass Player geht es mehr um das vor kurzer Zeit beim neuen Label RareNoiseRecords veröffentlichte Live-Album "Nihon". Besonders interessant ist hierbei Laswells Antwort auf die Frage, was er denn derzeit so an Musik höre. Die schlichte Antwort: Nichts - und das seit einer sehr langen Zeit. Er habe gar nicht die Möglichkeit, konzentriert Musik zu hören, wenn es nicht während seiner Arbeit ist. Beide Artikel erwähnen naturgemäß auch das Instrumentarium des Bassisten, das aus verschiedenen Modellen des Fender Precision Basses und einem achtsaitigen Ibanez besteht.

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