Ein begabter Gammler: Arne Willander schreibt in Welt Online über einen romantischen Barden am Klavier, trinkenden Sonderling, chaplinesken Clown. Gemeint ist der hutzelige Hobo mit Hut und der gurgelnden Reibeisenstimme, der in Kneipen und alten Autos herumsitzt und traurige Lieder über Freaks, Nutten, Kleinkriminelle und die Liebe an und für sich schreibt. Gemeint ist natürlich Tom Waits, der am 7. Dezember seinen 60. Geburtstag feiert.
Lightwave International hat für die Ausstattung der jüngsten Tour von Roger Waters einen ILDA Award erhalten. Wie das Fanzine Brain Damage berichtet, handelte es sich bei den Lasern, die zur Erzeugung des charakteristischen Prismas von "Dark Side of the Moon" dienten, um die größten Farblaser ihrer Art mit einer Gesamtleistung von mehr als 100 Watt. Das Konzept lieferte Marc Brickman nach dem weltberühmten Originalentwurf von Storm Thorgerson.
Ein sehr lobenswertes Projekt führte jüngst der Jugend- und Kulturverein Exil e. V. aus Eberswalde in Brandenburg durch: Der Bushaltestellentour genannte Bandworkshop machte vergangene Woche Halt Chorin, Trampe und Zerpenschleuse. Doch man wollte nicht nur ein musikalisches Zeichen setzen, sondern auch die Jugend für einen achtsamen Umgang miteinander gewinnen. Ein sehr deutliches Zeichen gegen rechtsradikale Strömungen in den östlichen Bundesländern der Republik.
Peavey IPR mit Waves-Technologie: Die neue Endstufenserie aus dem Hause Peavey wird mit dem DSP MX5010 von MaxxAudio ausgestattet sein. Dieser ermöglicht u. a. digitale 24bit-Signalbearbeitung für Höhen- und Tiefenanpassung, Equalizing und Limiting.
Interessenten des PSSO CLA Compact Line Arrays können jetzt bei Steinigke kostenfrei eine Basiskonfiguration zu Testzwecken erhalten. Wie Steinigke mitteilt, können Kunden über einen Zeitraum von jeweils zwei Wochen das Probeset nach Belieben testen und nutzen. Zu den Konditionen gehört, dass die Interessenten die Anlage in Waldbüttelbrunn bei Würzburg abholen bzw. für die Lieferung selbst aufkommen.
Wer dieser Tage in London weilt oder am Samstag, dem 28. November mal eben über den Ärmelkanal schippern möchte, der kann dort in eine Lasershow mit Musik von Pink Floyd erleben. Das Fanzine Brain Damage verlost zwei Karten.
Die Hüterin des Schatzes: Wolfgang Höbel von Spiegel Online befragt und porträtiert mit Yoko Ono, eine der umstrittensten Künstlerinnen der letzten 50 Jahre. Diese hatte sich jüngst mit Ringo und Paul sowie der Witwe von George zusammengerauft und The Beatles: Rock Band den Weg geebnet, einem zeitgemäßen Computerspiel, das den Glanz der Fab Four ins neue Jahrtausend übertragen soll.
Nomen est omen: Der TV-Sender Sky Arts ließ am Freitag das Cover des Albums "Dark Side of the Moon" von Pink Floyd mit Hilfe von LEDs und Lasern in den Londoner Himmel zaubern. Anlass war die Ausstrahlung des Konzertfilms von 1994 in HD am selben Tag. Wie das Fanzine Brain Damage berichtet, wurde das Prisma mit diffusen LEDs realisiert, während man für die Lichtstrahlen standesgemäß auf Laser zurückgriff.
Google steigt ins Musikgeschäft ein: Bereits nächste Woche geht ein neues Tool online, mit dem man gezielt Musikdateien suchen kann. Das mit verschiedenen Plattenfirmen entwickelte Werkzeug tritt in Konkurrenz zu iTunes von Apple. Passend hierzu ist auch ein Strategiepapier, das der Musikindustrie des Vereinigten Königreichs kürzlich mit der Bitte um Input vorgelegt wurde.
Sänger Morrissey auf Bühne zusammengebrochen: Wie von dpa gemeldet wird, ist der englische Sänger (ehemals The Smiths) gestern Abend während eines Konzertes in Südengland bewusstlos geworden. Sein Zustand ist mittlerweile wieder stabil.
Spiegel Online berichtet über die großen Jazz-Herbstfestivals: Hans Hielscher über ECM und Blue Note, Jan Garbarek und Nils Landgren.
Kürzlich beleuchteten wir etwas den Markt der kompakten Beam-Spots, heute folgt ein Beitrag zum anderen großen Trend der Lichttechnik derzeit: Handliche LED-Washlights nach dem Vorbild des GLP impression. GLP schockte mit einem einzig auf den impression zugeschnittenen Messestand die Konkurrenz auf der PL&S 2007. Das Moving Light made in China betrat einen Markt, der zwar bereits seit einigen Jahren bestand, aber von den meisten Branchenkennern vorher nur belächelt wurde. Mittlerweile ist die Produktfamilie um weitere Geräte wie impression XL (mit 240 K2-LEDs anstelle der 90 der Standardausführung), Volkslicht (mit 60 der günstigeren Rebel-LEDs) und den impression Laser erweitert worden. Varianten mit weißen LEDs sowie unterschiedliche Gehäusefarben bereichern das Angebot zusätzlich. Doch wie schon erwähnt, GLP war lange nicht der erste Hersteller auf dem Markt...
Kürzlich wurden hier die Chamäleon-Gitarre und die reAcoustic eGuitar von Amit Zoran vorgestellt. Beide Projekte sind interessante Beispiele für den Versuch, einem bisweilen als "Eierschneider" verunglimpften "Instrument aus dem Mittelalter" (Zitat Kraftwerk) neues Leben einzuhauchen.
Zum Einen gibt es da Robert "Bob" Ironside. Seine Carved Guitars kommen üblicherweise ohne digitale Komponenten aus und überzeugen vielmehr durch handwerkliche Fertigkeit und eine sehr eigene Schönheit. Seit etwa 20 Jahren bietet Robert seinen Kunden diese ausgewählten Spezialanfertigungen an.
Bereits jetzt ein moderner Klassiker ist die 1995 vorgestellte Birdfish von Teuffel Guitars. Sie hat nicht nur zahlreiche Design-Preise gewonnen, sondern auch mit ihren technischen Eigenschaften Maßstäbe gesetzt: Frei versetzbare Tonabnehmer und auswechselbare Tonhölzer, optionales MIDI-System und modernste Materialien wurden selten zu einem überzeugenderem Gesamtpaket geschnürt. Doch auch bei Teuffel aht man sich weiterentwickelt und mit der Tesla und der Niwa zwei weitere Modelle orgestellt.
Das Maestro Laser System von Yanko Design ist keine komplette Gitarre sondern "nur" eine Spielhilfe, die an jede Gitarre installiert werden kann. Das System enthält einen SD-Slot, kann MP3s lesen und Musik in Gitarrentabulaturen umwandeln. Die Tabulaturen werden per Laserstrahl direkt auf das Griffbrett projeziert und sollen dem Gitarristen beim Einstudieren neuer Lieder helfen. Yanko Design kann auch noch mit anderen interessanten Ideen wie der Centerfold und der Devil's Upside-Down sowie zahlreichen weiteren Produkten aufwarten.
That 1 Guy ist einigen Lesern dieses Blogs vielleicht als Tourpartner von Gitarren-Weirdo Buckethead bekannt. Als studierter Kontrabassist wagte Mike Silverman aka That 1 Guy den radikalen Schritt, sein Instrument gänzlich einzumotten und nur noch mit der eigens entwickelten Magic Pipe aufzutreten.
Dieses Instrument in Harfenform besteht aus einfachen Metallrohren aus dem Baumarkt und ist mit Saiten, Fußpedalen, Tonabnehmern und MIDI-Sensoren ausgestattet.
So ist es Silverman möglich, in klassischer Alleinunterhalter-Manier mehrere "Instrumente" gleichzeitig zu kontrollieren.
That 1 Guy ist derzeit mit dem Programm "Mustaches and Laser Beams" auf Tour durch Nordamerika.
Wie eine logische Weiterentwicklung der Magic Pipe wirkt die Eigenharp von John Lambert. Man könnte das Instrument etwas abfällig ein futuristisches Fagott nennen, oder eine Sitar mit Fußpedalen, wird der Sache damit aber nicht gerecht.
Mit insgesamt 133 Tasten, etwa der Hälfte mehr als ein Flügel und unterteilt in mehrere Sektionen, wartet dieses Ungetüm auf. Abgetastet werden diese mit einer Sampling-Frequenz von 2 kHz und die Anschlagdynamik hat eine Tiefe von 11 bit (2.048 Stufen). Dies ist bedeutend mehr als ein herkömmliches MIDI-Setup bieten kann und soll dem Musiker mehr Ausdrucksmöglichkeiten gestatten. Zudem können die Tasten auch seitlich bewegt werden. Das an ein Fagott erinnernde Mundstück könnte man auch als Revival der vor einigen Jahren noch populär gewesenen Blascontroller interpretieren, doch auch hier ist die Entwicklung nicht stehengeblieben. Wie bei einer Mundharmonika ist der Betrieb in beide Richtungen (bidirektional) möglich, die technischen Daten sind denen der Tasten ähnlich: Die Breath Pipe hat eine Abstastrate von 2 kHz und eine Dynamik von sogar 12 bit (4.096 Stufen). Gefüttert werden kann die Eigenharp mit verschiedensten Samples im AIFF-Format.
Audio und Laser? Hmm, CD? Nein, nicht ganz so einfach. Was jetzt an der Musikhochschule Lübeck erforscht und in Betrieb genommen wurde geht ein bisschen weiter: Um Audiodaten von einem Teil der Hochschule live über die Trave hinweg in die neuen Studio- und Unterrichtsräume zu transportieren, installierte man mit Hilfe der Firma Yamaha ein auf EtherSound zurückgreifendes Lasersystem. So ist laut Yamaha eine Datenübertragung mit einer Gesamtlatenz von 2,3 ms möglich - schnell genug selbst für die äußerst geschulten Ohren klassisch ausgebildeter Orchestermusiker.